Der Befund, mit dem das anfängt
Ich habe die Coiffeur-, Kosmetik- und Nagelstudios in 19 Thurgauer Gemeinden zusammengetragen — 52 Betriebe, davon 25 im Umkreis von Kreuzlingen. Von 23 Adressen, die ich überhaupt finden konnte, habe ich 22 einzeln vermessen, 18 davon antworteten:
| 18 von 18 | zeigen Google keine Preisliste |
| 17 von 18 | zeigen Google keine Öffnungszeiten |
| 15 von 18 | sagen Google nicht einmal, dass sie ein Salon sind |
| 0 | haben ihre Preisliste als PDF hinterlegt |
| 4 von 22 | Adressen sind verfallen — die Domain löst nicht mehr auf |
Gemessen am 6. August 2026, jede Seite einzeln abgerufen. ⚠️ Das ist eine kleine Stichprobe. 29 der 52 Betriebe haben gar keine auffindbare Adresse — bei ihnen ist nichts zu messen, und sie sind in diesen Zahlen nicht enthalten. Nicht gemessen habe ich Google-Business-Einträge, und ob die gezeigten Preise inhaltlich noch stimmen.
Was das bedeutet
Nur 5 von 18 nennen irgendwo im Fliesstext überhaupt einen Preis. Die meistgestellte Frage Ihrer Branche — was kostet ein Damenschnitt bei Ihnen — ist im Netz also fast nirgends beantwortet. Sie wird stattdessen am Telefon beantwortet, jedes Mal neu, meistens während Sie jemanden am Stuhl haben.
Was dagegen nicht das Problem ist: 18 von 18 Seiten sind fürs Handy eingerichtet, und die Ladezeit liegt im Mittel unter einer Sekunde. Wer Ihnen eine neue Website mit „nicht responsiv“ oder „zu langsam“ verkaufen will, hat Ihre Seite nicht angeschaut. Das Problem ist nicht, wie sie aussieht. Das Problem ist, dass die Maschine, über die Ihre Kundschaft sucht, nichts davon versteht.
Lehrstellen und offene Stellen, dort wo gesucht wird
Wer eine Lehrstelle sucht, sucht sie im Netz — und Google hat dafür eine eigene Suchfläche, noch vor den normalen Treffern.
Keine einzige der 271 Seiten, die ich im Revier gemessen habe, taucht dort auf. Nicht wenige — keine. ⚠️ Gemessen ist dabei nur die Startseite; ein Betrieb kann eine Stellenseite haben, die ich nicht gesehen habe.
Sie schicken mir „Lehrstelle Coiffeuse EFZ ab August, Schnuppern jederzeit“ — den Rest mache ich. Jede Anzeige bekommt ein Ablaufdatum und verschwindet danach von selbst aus der Suche. Auf Ihrer Seite bleibt sie durchgestrichen stehen, damit niemand denkt, er habe sich geirrt.
Die Fragen, die Sie dauernd beantworten
„Was kostet ein Damenschnitt?“ „Kann ich ohne Termin kommen?“ „Wie lange dauert eine Farbe?“ — mehrmals am Tag, jedes Mal neu, meistens während Sie etwas anderes tun. Diese Fragen stehen mit Ihren Antworten auf der Seite.
🔴 Und hier sage ich Ihnen etwas, das Ihnen sonst niemand sagt: Google hat die eigenen Anzeigekästen für solche Fragen am 7. Mai 2026 abgeschaltet — seit 2023 gab es sie nur noch für Behörden und Spitäler, seither für niemanden mehr. Wenn Ihnen jemand „FAQ für bessere Google-Sichtbarkeit“ verkauft, verkauft er etwas, das es nicht mehr gibt.
Der Abschnitt bleibt trotzdem drin, aus einem anderen Grund: Er beantwortet die Frage, bevor jemand anruft. Das spart Ihnen Zeit, nicht Google.
Wie es abläuft
Der Ablauf ist bewusst umgekehrt zum Üblichen — die Seite steht, bevor wir zum ersten Mal reden.
- Ich baue sie, ungefragt. Mit Ihren eigenen Inhalten, an einem Nachmittag. Sie steht auf einer Adresse, die niemand findet, und Suchmaschinen ist sie ausdrücklich verboten.
- Ich zeige sie Ihnen. Ein Blatt Papier: was Ihre jetzige Seite kann, was die neue kann, und die Fragen, die nur Sie beantworten können. Sie vergleichen beide auf demselben Handy.
- Sie sagen ja oder nein. Sagen Sie nein, verschwindet die Seite und Sie hören nichts mehr von mir. Sie haben nichts bestellt und schulden nichts.
- Danach schicken Sie Nachrichten. „Herrenschnitt neu 52.“ Oder: „Nächste Woche Dienstag zu.“ Ich baue es ein, Sie bekommen es zum Anschauen zurück, und erst wenn Sie ok schreiben, ist es online. Es geht nie etwas raus, das Sie nicht gesehen haben.
Schritt 1 bis 3 sind für Sie kostenlos. Bezahlt wird ab dem Ja.
Was es kostet
Ein Festpreis, keine Stundenrechnung. 1'400 Franken für die Seite, 50 im Monat fürs Weiterführen. Ob Ihr Nachbau mich einen Nachmittag oder zwei Tage kostet, ist mein Problem, nicht Ihr Preis.
Zum Vergleich: Drei der 18 gemessenen Salons laufen auf dem Website-Baukasten eines grossen Anbieters. Der übliche Vertrag dort liegt bei rund 1'490 Franken Einrichtung plus 990 im Jahr, drei Jahre Laufzeit — 4'460 Franken, und danach gehört Ihnen die Website nicht.
| Auf drei Jahre | |
|---|---|
| Baukasten-Vertrag | 4'460 (1'490 + 3 × 990) |
| Hier | 3'200 (1'400 + 36 × 50) |
Was ich nicht mache
Kein Buchungssystem. Ihr Terminbuch funktioniert. Ein Kalender im Netz, der zwei Kundinnen auf denselben Stuhl setzt, kostet Sie mehr, als er bringt. Wenn Sie eines nutzen, binde ich es ein — es lädt erst, wenn jemand darauf klickt.
Keine Messung auf Ihrer Seite. Dort läuft kein Zählpixel, kein Cookie, kein fremder Abruf — das steht wörtlich in ihrem Fuss, und es bleibt wahr. Gezählt wird eine Stufe davor, beim Server: wie oft eine Seite abgerufen wurde. Das ist keine Besucherzahl, und auf Ihrem Blatt steht sie auch nicht als eine.
Keine Rufbereitschaft. Schicken Sie Ihre Änderung, wann Sie wollen; sie ist am nächsten Tag drin, nicht in zwei Minuten.
Keine Fotos von der Stange. Was auf Ihrer Seite steht, muss Ihnen gehören oder von mir gemacht sein. Dafür gibt es einen Bogen, den wir zusammen durchgehen — bevor etwas online geht, nicht danach.