Woran es hakte
Rund um den Bodensee liegen vier Länder. Wer wissen will, was am Wochenende läuft, schaut auf ein halbes Dutzend Seiten — jede Gemeinde, jedes Haus, jeder Verein pflegt seinen eigenen Kalender, und keiner davon endet an der Grenze.
Was gebaut wurde
Ein Aggregator, der die Quellen selbst abholt, zusammenführt und in einer Ansicht zeigt — mit Karte, Orten und Ausflugszielen. Ohne Werbung und ohne Sortierung nach dem, was am meisten Klicks bringt.
Der eigentliche Aufwand liegt nicht in der Anzeige, sondern darin, dass Quellen still versiegen: Eine Seite ändert ihr Format, und der Kalender wird langsam leer, ohne dass es jemand merkt. Deshalb überwacht sich der Bestand selbst und meldet, welche Quelle seit wann nichts mehr liefert.
Wo ein Sprachmodell hilft — und wo nicht
Jeder Termin bekommt ein Genre, damit sich der Kalender filtern lässt. Das läuft in vier Stufen: Stichwörter im Titel, dann der Ort, dann der Pfad in der Adresse der Quelle — und erst, wenn alle drei nichts finden, ein Sprachmodell. Die ersten drei kosten nichts und liefern bei gleicher Eingabe immer dasselbe. Das Modell läuft nur auf dem Rest, und nur auf Terminen, die noch bevorstehen; einen abgelaufenen einzuordnen wäre bezahlte Arbeit ohne Wirkung. Die Abdeckung stieg damit von 61 auf 92 Prozent.
Zwei Regeln haben sich dabei bewährt. Das Modell darf sich enthalten — 72 Termine blieben ohne Genre, und das ist richtig so; ein falsches Etikett ist schlechter als keines. Und es darf nur aus einer festen Liste wählen: Alles ausserhalb wird verworfen und gezählt, denn diese Zählung ist das einzige Signal dafür, dass der Liste etwas fehlt.
Was dabei auch herauskam: Die Zuordnung ist zwischen zwei Läufen nicht immer identisch. Für ein Filter-Etikett ist das tragbar — für eine Rechnung wäre es das nicht, und dann gehört an diese Stelle kein Sprachmodell.
Was daran übertragbar ist
Dasselbe Muster trägt jede Tourismusregion, jeden Kulturverbund und jede Gemeinde, die Veranstaltungen mehrerer Anbieter zusammenführen will — samt der unbequemen Erkenntnis, dass die Pflege der Quellen die eigentliche Arbeit ist.

